Der digitale Nachlass ist alles, was ein Mensch bei seinem Tod online hinterlässt: Konten und Postfächer, Fotos und Dokumente in der Cloud, Abonnements, digitale Vermögenswerte und persönliche Nachrichten. Ohne Vorsorge bleibt das meiste davon für Angehörige unzugänglich oder besteht unkontrolliert weiter. Wer seinen digitalen Nachlass regeln will, arbeitet an vier sich ergänzenden Baustellen: das Vermögen mit einem Notar oder Nachlassexperten, die Zugänge mit einem Passwort-Manager, das Schicksal von Konten und Daten bei den Plattformen, und die persönlichen Botschaften mit einem Vorsorgedienst wie Hugete, der Briefe, Fotos, Videos und Sprachnachrichten zu einem gewählten Datum oder nach dem Tod übermittelt — über eine Inaktivitätsprüfung (HugVeille), die von einer Vertrauensperson (HugGuard) bestätigt wird. Gehostet wird in Deutschland, DSGVO-konform.
Der digitale Nachlass ist alles, was Sie bei Ihrem Tod online hinterlassen: Ihre Konten und Postfächer, Ihre Fotos und Dokumente in der Cloud, Ihre Abonnements, Ihre digitalen Vermögenswerte — und die Worte, die Sie eigentlich weitergeben wollten. Wir verbringen einen wachsenden Teil unseres Lebens hinter Bildschirmen, doch kaum jemand regelt, was daraus werden soll. Die Folge: Nach einem Todesfall stehen Familien vor Profilen, die online bleiben, Abonnements, die weiter abgebucht werden, und Tausenden Fotos hinter einem Passwort, das niemand kennt. Diese Seite behandelt das Thema vollständig — was der digitale Nachlass umfasst, wie die Rechtslage in Deutschland aussieht und wie Sie ihn konkret regeln, Baustelle für Baustelle.
Was ist der digitale Nachlass?
Der digitale Nachlass — oft auch digitales Erbe genannt — umfasst alle Spuren, Inhalte und digitalen Rechte, die ein Mensch hinterlässt. In der Praxis gehören dazu:
- Konten: E-Mail, soziale Netzwerke, Online-Banking, Verwaltungsportale, Streaming- und Shopping-Plattformen
- Inhalte: Fotos, Videos, Dokumente und Korrespondenz, in der Cloud oder auf Geräten gespeichert
- Verpflichtungen: kostenpflichtige Abonnements und wiederkehrende Dienste, die weiterlaufen, bis jemand sie beendet
- Vermögenswerte: Kryptowährungen, Domainnamen, gekaufte Inhaltsbibliotheken, mögliche Online-Einkünfte
- Das Immaterielle: die Botschaften, Erinnerungen und die Stimme — alles, was Ihre Liebsten eines Tages erreichen soll
Diese Elemente folgen nicht denselben Regeln: Manche gehören zur Erbfolge und damit zum Notar, andere richten sich nach den Nutzungsbedingungen der jeweiligen Plattform — und ein Teil gehört zu gar keinem Rahmen. Genau über diesen Teil müssen Sie selbst entscheiden, zu Lebzeiten.
Was geschieht mit Konten nach dem Tod?
Ohne Vorkehrungen ist das Szenario fast immer dasselbe: Profile bleiben online und erzeugen mitunter schmerzhafte automatische Erinnerungen; Abonnements werden weiter abgebucht, bis die Bank informiert ist; Fotos und Korrespondenz bleiben für die Familie unerreichbar, weil die Zugänge fehlen. Jede Plattform wendet dann eigene Regeln an — Gedenkprofile, Löschung auf dokumentierten Antrag der Erben, zu Lebzeiten benennbare Nachlasskontakte — in oft langwierigen und uneinheitlichen Verfahren.
In Deutschland hat der Bundesgerichtshof 2018 in einem viel beachteten Urteil entschieden, dass digitale Konten grundsätzlich vererblich sind — der Vertrag mit der Plattform geht danach im Grundsatz auf die Erben über. Wie sich das im Einzelfall auswirkt, hängt jedoch von der Plattform, den Umständen und der weiteren Rechtsentwicklung ab; in der Praxis müssen Erben ihre Rechte oft erst geltend machen, mit Sterbeurkunde und Erbschein, Verfahren für Verfahren. Der Reflex ist deshalb immer derselbe — besprechen Sie Ihre Situation mit einem Notar oder Nachlassexperten, der Ihre digitalen Wünsche in Ihre gesamte Nachlassplanung einordnet. Diese Seite beschreibt den allgemeinen Rahmen und ist keine Rechtsberatung.
Die 4 Baustellen des digitalen Nachlasses
Den digitalen Nachlass regeln heißt nicht eine Aufgabe erledigen, sondern vier — jede mit dem richtigen Ansprechpartner und dem richtigen Werkzeug. Wer sie verwechselt, vertraut die Dinge dem falschen Ort an:
| Baustelle | Was sie abdeckt | Der richtige Ansprechpartner oder das richtige Werkzeug |
|---|---|---|
| Vermögen & Erbfolge | Güter, Bankkonten, werthaltige digitale Vermögenswerte, letztwillige Verfügungen | Notar oder Nachlassexperte — das Testament und das digitale Testament |
| Zugänge & Passwörter | Zugangsdaten für E-Mail, Netzwerke, Cloud, Geräte | Ein Passwort-Manager mit Notfallzugriffsfunktion |
| Schicksal von Konten & Daten | Gedenkzustand, Löschung, Verfügungen über Daten | Die Plattformen (Nachlasskontakte) + Verfügungen, mit dem Notar abgestimmt |
| Worte & Erinnerungen | Briefe, Fotos, Videos, Sprachnachrichten zum Weitergeben | Hugete — eine posthume Nachricht oder eine digitale Zeitkapsel |
Keines dieser Werkzeuge ersetzt die anderen: Der Notar wird Ihre Passwörter nicht weitergeben, ein Passwort-Manager wird Ihre Briefe nicht überbringen, und Hugete wird Ihren Nachlass nicht rechtlich regeln. Erst alle vier zusammen ergeben eine vollständige Weitergabe.
Digitalen Nachlass regeln in 5 Schritten
- Machen Sie Inventur — listen Sie Ihre Konten, Abonnements, Speicherorte und Geräte auf. Es ist der Schritt, den alle überspringen — und der Ihren Angehörigen Monate an Behördengängen erspart.
- Regeln Sie das Vermögen beim Notar — Testament, Absicherung des Ehepartners, werthaltige digitale Vermögenswerte. Nichts ersetzt dieses rechtliche Fundament.
- Sichern Sie die Zugänge — ein Passwort-Manager mit Notfallzugriff für einen vertrauten Angehörigen. Niemals Zugangsdaten in Briefen verstreuen.
- Entscheiden Sie über Konten und Daten — Nachlasskontakte, die Plattformen anbieten, sowie Verfügungen über Ihre Daten, abgestimmt mit Ihrem Notar oder Nachlassexperten.
- Bereiten Sie Ihre Worte mit Hugete vor — schreiben Sie Ihre Nachrichten (Hugz), benennen Sie Ihre Liebsten (HugOnes), wählen Sie den Auslöser: ein festes Datum oder die Zustellung nach dem Tod über die Inaktivitätsprüfung (HugVeille), bestätigt durch Ihre Vertrauensperson (HugGuard).
Der Teil, den niemand sonst weitergibt: Ihre Worte
Die vier Baustellen wiegen nicht gleich schwer. Ein vergessenes Abonnement kostet ein paar Euro; ein nie geschriebener Brief fehlt ein Leben lang. Nach einem Todesfall finden Familien Kontoauszüge und Verträge — selten die Worte, auf die es ankam. Das ist das emotionale Erbe: das, was in keinem Verzeichnis auftaucht und was weder Notar noch Plattformen noch ein Passwort-Manager jemals übermitteln werden. Wir haben dem Thema einen eigenen Artikel gewidmet: die wichtigen Worte weitergeben.
Genau das ist die Rolle von Hugete: ein Vorsorgedienst — ohne Rechtskraft, kein Ersatz für einen Notar oder Nachlassexperten —, in dem Ihre Briefe, Fotos, Videos und Sprachnachrichten auf den Moment warten, den Sie gewählt haben. Wenn er gekommen ist, erhält jeder Angehörige einen Link zu seiner privaten Empfangsseite (HugBox), ohne ein Konto anzulegen. Ihre Inhalte werden verschlüsselt und in Deutschland gehostet (Hetzner), DSGVO-konform — Ihre Daten verlassen das Land nicht. Alle Details finden Sie auf unserer Seite zu Sicherheit und Vertraulichkeit. Mit dem kostenlosen Plan bereiten Sie 2 Nachrichten für 2 Angehörige vor; die Pläne Hug Essentiel (2,99 €/Monat) und Hug Eternal (6,99 €/Monat) erweitern Nachrichten, Speicher und Blockchain-Zertifizierung (HugCert) — siehe die Preise und die Übersicht der Funktionen. Noch Fragen? Unsere FAQ beantwortet sie ausführlich.
Häufige Fragen
Was genau ist der digitale Nachlass?
Alles, was ein Mensch bei seinem Tod online hinterlässt: Konten und Postfächer, Fotos und Dokumente in der Cloud, Abonnements, digitale Vermögenswerte (Kryptowährungen, Domainnamen) und persönliche Nachrichten. Anders als das klassische Vermögen wird er nicht automatisch von der Erbfolge erfasst: Jede Kategorie folgt eigenen Regeln, und ein Teil — die Worte, die Erinnerungen — gehört zu gar keinem Rahmen, wenn man sich nicht selbst zu Lebzeiten darum kümmert.
Sind digitale Konten in Deutschland vererblich?
Der Bundesgerichtshof hat 2018 entschieden, dass digitale Konten grundsätzlich vererblich sind — der Vertrag mit der Plattform geht danach im Grundsatz auf die Erben über. In der Praxis müssen Erben ihre Rechte jedoch oft erst geltend machen, mit Sterbeurkunde und Erbschein, und die Verfahren unterscheiden sich von Plattform zu Plattform. Wie sich der Grundsatz im Einzelfall auswirkt, hängt von den Umständen ab: Besprechen Sie Ihre Situation mit einem Notar oder Nachlassexperten. Diese Antwort ist keine Rechtsberatung.
Was geschieht mit den Konten eines Verstorbenen, wenn nichts geregelt wurde?
Sie bleiben in der Regel online: Profile sind weiter sichtbar, Abonnements werden weiter abgebucht, bis die Bank informiert ist, und Fotos und Korrespondenz bleiben mangels Passwort unerreichbar. Die Angehörigen müssen dann Plattform für Plattform vorgehen — Gedenkzustand, Löschung auf dokumentierten Antrag — in oft langwierigen Verfahren. Nichts ersetzt Vorkehrungen, die zu Lebzeiten getroffen wurden.
Kann Hugete meine Konten oder Passwörter nach meinem Tod verwalten?
Nein, und das ist Absicht. Hugete schließt keine Konten, speichert keine Zugangsdaten und tritt weder an die Stelle der Plattformen noch eines Passwort-Managers mit Notfallzugriffsfunktion. Hugete übermittelt, was diese Werkzeuge niemals tragen werden: Ihre Briefe, Fotos, Videos und Sprachnachrichten — zugestellt an Ihre Liebsten zu einem gewählten Datum oder nach Ihrem Tod über die Inaktivitätsprüfung (HugVeille), bestätigt durch Ihre Vertrauensperson (HugGuard).
Wie kann ich sicher sein, dass meine Nachrichten nach meinem Tod ankommen?
Die Inaktivitätsprüfung (HugVeille) sendet Ihnen regelmäßige Erinnerungen: Solange Sie reagieren, wird nichts versendet. Bleibt es länger still, wird Ihre Vertrauensperson (HugGuard) gebeten, die Situation zu bestätigen — mit einer Sicherheitsfrist von 48 Stunden, die jede versehentliche Zustellung ausschließt. Wenn der Moment gekommen ist, erhält jeder Angehörige (HugOne) einen Link zu seiner privaten Empfangsseite (HugBox), ohne Konto und ohne App.
Sind meine Inhalte in der Zwischenzeit sicher?
Ihre Nachrichten werden verschlüsselt und in Deutschland gehostet (Hetzner), DSGVO-konform — Ihre Daten verlassen das Land nicht. Niemand — weder unser Team noch Ihre Angehörigen noch Ihr HugGuard — kann ihren Inhalt vor der von Ihnen festgelegten Zustellung lesen. Sie können alles jederzeit ändern oder löschen, solange es nicht zugestellt wurde. Alle Details stehen auf unserer Seite zu Sicherheit und Vertraulichkeit.